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10.09.2017
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Letzter Spieltag




1. Mannschaft
1 Friedrichsthal 2 5 +19 15
2 St. Arnual 5 +15 13
3 Großrosseln 2 5 +18 12
4 Quierschied 5 +16 11
5 Fischbach 5 +4 9
6 Herrensohr 2 5 -3 9
7 Riegelsberg 2 5 +3 8
8 Emmersweiler 5 +2 7
9 Köllerbach 2 5 -1 7
10 Hanweiler 5 +3 6
11 Dudweiler 5 -9 5
12 Fechingen 5 -12 5
13 Walpershofen 5 -5 3
14 Schnappach 5 -15 3
15 Türkiyem 5 -19 1
16 Neuweiler 5 -16 0
2. Mannschaft
1 Riegelsberg 3 5 +36 15
2 Bischmisheim 3 5 +28 13
3 St. Arnual 2 4 +20 12
4 Fischbach 2 5 +4 10
5 Gersweiler 3 4 +6 7
6 Türkiyem 2 4 -14 6
7 Hühnerfeld 2 5 -2 5
8 Emmersweiler 2 3 +3 4
9 Fechingen 2 4 -5 4
10 Neuweiler 2 5 -6 4
11 Köllerbach 3 5 -22 2
12 Schnappach 2 4 -14 1
13 Hanweiler 2 3 -15 1
14 Dudweiler 2 4 -19 0
Zufallsbild
Vereinschronik
Sportverein Schnappach e.V. 1919
Ein Streifzug durch die bewegte Vereinsgeschichte

Von Beginn bis zum 2. Weltkrieg
Um die Jahrhundertwende breitete sich im Saarland der Fußballsport aus. So wurde auch in Schnappach bereits vor dem 1. Weltkrieg von einigen Jugendli­chen dieses Spiel betrieben. Zusammengewürfelte Mannschaften spielten auf Dorfwiesen untereinander und gegeneinander. Von einem vereinsgeführten Mannschaftsspiel konnte allerdings noch keine Rede sein. Durch den Ausbruch des Weltkrieges 1914/1918 wurde die sportliche Entwicklung in unserem Hei­matdorf jäh unterbrochen.

Nach Beendigung des Krieges fassten junge fußballbegeisterte Burschen den Entschluss, einen Sportverein zu gründen. Dieses Ereignis fand am 16. Septem­ber 1919 in einer Gründungsversammlung in der Gaststätte Rudolf Baer statt (Gebäude Lebensmittelgeschäft Purr).

Die Gründungsmitglieder des Sportvereins Schnappach waren u.a. Ludwig Meyer, Johann Klein, Ludwig Spaniol, Siegfried Boos, Rudolf Baer, der Wirt des Vereinslokals, Jakob Eisenla, Otto Graul, Otto Gass, Wilhelm Reimertshofer, Gustav Reimertshofer, Philipp Bayer, August Kühn, Karl Siebert, Ludwig Klein, Georg Eberle, Ludwig Leonhardt, Ernst Metz, Valentin Roos, Friedrich Klein und Jakob Hoffmann.

Der provisorisch gewählte Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
1. Vorstand Wilhelm Reimertshofer, 2. Vorstand Philipp Bayer, 1. Schriftführer Karl Seibert, 2.Schriftführer Ludwig Klein, 1. Kassierer Georg Eberle, Revisoren: August Kühn, Friedrich Klein, Ludwig Leonhardt, 1. Spielführer, Jakob Hoffmann, 2. Spielführer Ernst Metz, 3. Spielführer Jakob Eisenla, 4. Spielführer Valentin Roos, Zeugwart Otto Graul.

Es muss erwähnt werden, dass bereits in dieser Generalversammlung eine Sat­zung gefertigt wurde. Der § 1 dieser Satzung besagte: ,,Der am 16. September 1919 gegründete Verein führt den Namen Sportverein Schnappach -, hat sei­nen Sitz in Schnappach und ist in das Vereinsregister einzutragen." Die Eintra­gung allerdings erfolgte erst am 3. März 1921 im Vereinsregister Bd.1 Blatt 39 beim Amtsgericht St. Ingbert.

In den Jahren von 1919 bis 1921 wurden sowohl von der 1. als auch 2. Mann­schaft nur Freundschaftsspiele mit benachbarten Vereinen und Gruppen ausge­tragen. Die Spiele in Schnappach fanden in dieser Zeit auf den ,,Güntherschen Wiesen" auf ,,Sechs Eichen" statt. Es ist das heutige Tannenwaldstück unterhalb des Weges, der zu den früheren Schachtanlagen führt.

In den Jahren 1920 bis 1927 gehörten unter dem Vorsitz des 1. Vorsitzenden Fritz Birkelbach dem Vorstand Männer an, die sich für den Sportverein verdient gemacht haben. Zu erwähnen wären da: Ludwig Bayer, Philipp Bayer, Friedrich Krebs, Franz Rummler, Fritz Reitenbach, Karl Seibert, Albert Metz, Ludwig May­er und Nikolaus Klein.

Nachdem im Jahre 1921 der Sportverein Schnappach in den Saarpfälzischen Fußballverband aufgenommen war, hat er unter großem Einsatz an finanziellen Opfern und harter körperlicher Arbeit mit der Anlegung des heutigen Sportplatzes am Ruhbachtal begonnen. Die dort befindlichen Eisweiher, die im Besitz der Brauerei Löwenburg, Park- und Bürgerbräu Zweibrücken/Pirmasens und der Fa. Gottschall Sulzbach waren, wurden mit aufgeschütteten Bergen der Gruben und dem Abfall der Aschenhalden der früheren Glashütte aufgefüllt. Nach jahrelanger beschwerlicher Arbeit wurde dieser Sportplatz im Juli 1927 feierlich eingeweiht. Der Sportplatz erhielt den Namen Ruhbachtal. Samstags fand der große Festkommers statt, bei dem einige verdiente Spieler für 50 Spiele geehrt wurden. Sie erhielten eine Urkunde sowie einen Bierkrug mit Widmung.
Es waren: Ludwig Klein, Richard Kirchner, Max Metz, Heinrich Tommes, Fritz Tommes Wilhelm Groß, Fritz Kirchner, Eduard Becker und Eduard Fremgen.
Sonntags fand ein Festzug unter Mitwirkung der Ge­sangvereine und der Kapelle Tabillion statt. An den Festtagen wurden Fußballspiele mit namhaften Mannschaften ausgetragen.

Zwischenzeitlich hat die 1. Mannschaft schon schöne sportliche Erfolge errungen. So konnte sie sich im Jah­re 1924 als Meisterelf der C-Klasse vorstellen. Lobenswert ist zu erwähnen, dass auch in den Anfängen der Vereinsgeschichte schon rege Jugendarbeit geleistet wurde, denn im Jahre 1922 bereits konnten zwei Ju­gendmannschaften dem Verband gemeldet werden.
An dieser Stelle soll auch nicht vergessen werden, dass in den Jahren 1928/29 junge hübsche Damen in einer Damenhandballmannschaft mit Erfolg ihre Spie­le absolvierten. Das wohl erfolgreichste Jahr vor dem zweiten Weltkrieg war 1931 mit der Erringung der Meisterschaft der 1. Mannschaft in der A­-Klasse.
In den darauffolgenden Zeiten von 1932 bis 1935 be­gannen sportliche Krisenzeiten, die durch die ideolo­gischen politischen Auseinandersetzungen in unserer Heimat zu begründen sind.

Die damaligen NS-Organisationen spielten mit ihren internen Fußballmannschaften eine nicht gerade rühmliche Rolle in der Sportgeschichte unserer Hei­mat. Das Leben des SV Schnappach war in dieser Zeit bis ins Mark getroffen worden, nicht zuletzt auch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939-1945. Viele gute Spieler wanderten in andere benach­barte Vereine ab, andere wurden zu den Waffen geru­fen. Der Sportbetrieb kam zum Erliegen. An dieser Stelle sei all denen gedacht, die in diesem entsetzlichen Krieg ihr Leben opferten.

Wiederbeginn nach dem 2. Weltkrieg
Im Spätsommer 1946 wurde uns durch die französische Militärregierung die Genehmigung erteilt, den Sportverein Schnappach wieder erstehen zu lassen. Am 5. Oktober 1946 fand im ,,Bayrisch Zell" die Generalversammlung statt. In den Anfangszeiten waren vor allem Johann Moses, Karl Schmolze, Ludwig Mayer und Willi Spaniol geschäftsführend tätig.
Zwei aktive Fußballmannschaften konnten aufgestellt werden, welche im Frühjahr 1947 ihr erstes Spiel auf dem Sportplatz Ruhbachtal gegen den SV St. Ingbert bestritten. Zur Zeit der Wiedergründung hatte der Verein 65 Mitglieder.
In den Jahren 1948/49 bis Mitte 1960 - unter den Vorsitzenden Helmut Moersdorf, Reinhold Simon, Johann Moses, Ernst Kämmer, Werner Schäfer und Ger­hard Wiesen konnten sowohl die aktiven Mannschaften als auch die Jugendmannschaften sportliche Erfolge erringen. In diese Zeitspanne fallen sowohl der Ausbau des Sportplatzes im Jahre 1951/52 (Auffüllung durch Schottermassen von der Bundesbahn) als auch der Neubau 1960/61 durch die Stadt St. Ingbert. Am 24. Marz 1960 wurde der Sportverein Schnappach erneut in das Vereinsre­gister beim Amtsgericht St. Ingbert unter Blatt IV Nr.25 eingetragen.

Es ist noch nachzutragen, dass es dem Verfasser dieser Kurzfassung einer Chro­nik schwergefallen ist, sie in dieser Form bis zu diesem Zeitraum zu erstellen, da frühere schriftliche Unterlagen nicht mehr auffindbar waren. Einiges konnte deshalb nur durch Be­fragen von älteren Bewohnern und Studium verschiedener Dokumente ge­schrieben werden.

Ab Mitte der 60er Jah­re befand sich der Sportverein wieder­um in einer Krisenzeit. Den Vorsitz führte da­mals Paul Schlick der den Sportbetrieb nur noch mit der AH-Mannschaft aufrecht erhalten konnte. Diese wurde 1966 im Gast­haus Nutsch auf Be­treiben von Heinz Müller gegründet und besteht noch bis zum heutigen Tage.

Mit der Generalversammlung am 12. Januar 1970 im Gasthaus ,,Grüner Baum" erblühte der Fußballsport zu neuem Leben. Unter dem Vorsitz von Alfred Dier­sch mit seinen ,,Mitarbeitern" Paul Schlick, Ludwig Stragand, Wolfgang Kirch­ner, Axel Gass und Heinrich Schiel konnten zwei aktive Mannschaften, 5 Ju­gendmannschaften, eine AH-Mannschaft sowie eine neugegründete Tischtennissparte die Vereinsfarben vertreten.
In den folgenden Jahren - unter den Vorsitzenden Heinz Bender und Helmut Moersdorf und den vielen Idealisten als Träger dieses Sportvereins - hat gerade dieser Verein im Dorfgeschehen eine gesellschafts- und kulturpolitische Rolle gespielt. Die größten sportlichen Erfolge konnte die 1. Mannschaft durch die Meisterschaft im Jahre 1972/73 in der C-Klasse und im darauffolgenden Jahr durch den Aufstieg in die A-Klasse erringen. Diese Zeit zeichnete sich aus durch viel Begeisterung und sportliche Erfolge. Über 300 Mitglieder konnte der Verein in dieser Zeit verbuchen.
Auch die Jugend- und Schülermannschaften kämpften erfolgreich, so dass viele Meistertitel nach Schnappach gebracht wurden.

Mit Saisonbeginn 78/79 wurde durch Beschluss des Saarländischen Fußballverbandes unsere 1. und 2. Mannschaft der A-Klasse Süd zugeteilt. Unter großen Anstrengungen konnte der Klassenerhalt gesichert werden. Es wird der Fußballbetrieb mit einer 1. und 2. Mannschaft, einer Damenmann­schaft, einer AH-Mannschaft und vier Jugendmannschaften aufrecht erhalten.

Die Zeit bis zum Clubheimbau
Die achtziger Jahre waren sportlich geprägt durch den mehrfachen Versuch, in die Bezirksliga Süd aufzusteigen. Wurde 1984 das Entscheidungsspiel gegen Hanweiler verloren, war es 1985 Fechingen, gegen die unsere 1. Mannschaft den Kürzeren zog.

1986 wollte die Mannschaft es dann erst recht wissen. Erst am letzten Spieltag konnte die 1. Mannschaft ,,gebremst" werden. Mit 58:2 Punkten wurde die sou­veräne Meisterschaft errungen. Gleichzeitig errang auch die 2. Mannschaft mit 39:9 Punkten die Meisterschaft.

Andere Probleme wurden in Angriff genommen und nach langer Phase verwirk­licht, so im Herbst 1985 mit dem Bau der Flutlichtanlage und endlich mit dem Bau des Jugendheimes mit Umkleidetrakt und sanitären Anlagen, dem Herzstück des heutigen Vereinslebens. Der Spielbetrieb des SV Schnappach e.V. litt schon immer unter vielen Kriterien:
- fehlende, sanitäre Einrichtungen in Sportplatznähe
- weite Wege zwischen Umkleidekabinen/Duschen und Sportplatz
- fehlende, attraktive, zentral gelegene Räumlichkeiten für die Jugend und das allgemeine Vereinsleben.

Bis der damalige 1. Vorsitzende Klaus Hubig am 30.Juli 1988 zur Grundsteinle­gung einladen konnte, mussten noch viele Hürden übersprungen werden.
Der langjährige Wunsch einer Bebauung scheiterte zunächst immer an den finanziellen Möglichkeiten und an der Grundstücksfrage. Der größte Teil der Grundstücksflächen am Ende der Mariannenthaler Straße gehörte den Saarberg­werken (ca. 16.000 qm).
Nachdem die grundsätzliche Bereitschaft der Saarbergwerke endlich erreicht war, Flächen an die Stadt Sulzbach zu verkaufen, beschloss der Finanzausschuss der Stadt Sulzbach am 09.12.1987, das Grundstück komplett mit Sportplatz und Liegewiese des damaligen Ruhbachbades zu kaufen und eine Neufläche von ca. 1.480 qm an den Sportverein zu verpachten. Danach konnte endlich der Startschuss zur Planung fallen.
Nach der planerischen Einigung mit der Sportplanungskommission im Frühjahr 1988 konnte der Entwurf der Architekten Hubig/Moersdorf zur Genehmigung eingereicht werden. Die Sportplanungskommission gab zunächst einen Zuschuss in Höhe von 75.000 DM, im Frühsommer 1989 sogar noch zusätzlich 15.000 DM. Auch die Stadt Sulzbach steuerte noch 20.000 DM zu den Bau­kosten bei. Somit verfügte der Verein immerhin über eine Summe von 110.000 DM, eine gute Basis für den Neubau. Durch die enorme Eigenleistung von fast 100 % konnten die Gesamtkosten einschl. Einrichtung auf etwa 170.000 DM begrenzt werden. Der Fehlbetrag von ca. 60.000 DM musste der Verein nebst Spenden aus der Schnappacher Bevölkerung selbst aufbringen, jedoch gelang es, diese Schulden in nur wenigen Jahren abzutragen, so dass das Clubheim bis Mitte der 90-ziger Jahre schul­denfrei war.
Durch den Kauf der Einrichtung durch den Verein war auch gewährleistet, dass der SV Schnappach bis heute ,,Brauereifrei" und in seinem Einkauf daher unabhängig ist, ein wesentlich wichtiger wirtschaftlicher Vorteil bis heute.

Das Richtfest fand bereits am 19. November 1988 statt und die Fertigstellung des Gebäudes (bis auf den Außenputz) wurde feierlich am 11.08.1989 anlässlich der 70 Jahrfeier mit einem Kommers an alle Mitglieder übergeben. Ein wichtiges Datum in der 80 jährigen Vereinsgeschichte.
Die provisorischen Holzbaracken konnten nun endlich abgebrochen werden nämlich am 17.07.1989 anlässlich einer ,,Feuerwehrübungsstunde".
Die Bauphase selbst war geprägt durch eine ungeheure Hilfsbereitschaft der gesamten Dorfgemeinschaft. Während unter der unermüdlichen Leitung durch Erich Maurer insgesamt mehr als 80 Helfer in mehr als 5.500 Stunden unentgeltlich das Gebäude errichteten, versorgten zahlreiche Schnappacher die Baustelle mit Essen, Getränke und vor allem auch mit Sach- und Geldspenden.

Aufstieg in Landesliga/Neubau Sportplatz
Ein weiterer Höhepunkt der Vereinsgeschichte war dann das Jahr 1991, die Meisterschaft in der Bezirksliga und der Aufstieg in die Landesliga Südwest, wo sich die Mannschaft bis zum Jahre 2004 überwiegend erfolgreich halten konnte und sogar nach dem Erringen der Herbstmeisterschaft 1997 am Ende der Saison im letzten Jahr nur durch eine unerwartete Schwächephase den Aufstieg in die Verbandsliga selbst verspielte.

Was für eine Leistung für ein Dorf mit nur ca. 700 Einwohnern.
Durch verstärktes Hochwasser des Ruhbaches vor allem seit der Zeit des Clubheimbaus hatte sich die Beschaffenheit des Sportplatzes zunehmend verschlech­tert; Sportfeste mussten spontan abgesagt werden, die Verletzungsgefahr der Spieler nahm ständig zu und regelrechte ,,Wasser- und Schlammschlachten“ mussten die Mannschaften über sich ergehen lassen. Die sportliche und finanzi­elle Zukunft des Vereines war dadurch in Frage gestellt. Durch das jahrelange, unermüdliche Engagement des damaligen 1. Vorsitzenden Horst Henrichs in dieser Angelegenheit wurden mit den Beteiligten der Stadt Sulzbach sowie der Sportplanungskommission erfolgreiche Verhandlungen geführt, so dass schließ­lich nach einstimmigem Votum des Stadtrates im Sommer 1997 mit dem Neu­bau des Sportplatzes begonnen wurde. Der Platz wurde nicht nur ca. 2,00 m höher gelegt, sondern das bisher zu kleine Spielfeld wurde größenmäßig an die Norm angepasst (110 x 66 m). Gleichzeitig entstand im Bereich des ehemaligen Freibades ein quer liegender Damm mit einer Regen­rückhaltefläche, so dass die Hochwassergefahr für die Zukunft ausgeschlossen wurde. Lobenswert war neben dem persönlichen Einsatz von Bürgermeister Hans-Werner Zimmer auch das finanzielle Engagement der Sportplanungskommission sowie der Stadt Sulzbach trotz schlechter Kassenlage diesen Neubau zu ermögli­chen.
Am Sonntag, dem 19.10.1997 wurde in einer kleinen Feierstunde sowie mit einem Spitzenspiel gegen den FV Riegelsberg die Anlage ,,eingeweiht". Nach Fertigstellung der Sportanlage erfolgten noch um­fangreiche Pflanzungen sowie eine Aufschüttung der ebenfalls unbefriedigenden Vorplatzfläche durch die Stadt Sulzbach. Somit waren letztendlich mehr als eine Million DM in die Gesamtanlage investiert worden.
Das Wegenetz im Bereich des Vorfeldes sowie der Ver­kaufspavillon mit Terrasse wurde in Eigenleistung unter Mithilfe der Fa. HeIler, Fa. Bastian und Fa. Michael Krä­mer im Frühjahr 1998 erstellt und im Frühsommer 1998 eröffnet. Er dient vor allem dem Verkauf von Getränken und Bratwürsten und bietet den Besuchern einen verbesserten Service.
Ein Kinderspielplatz wurde unter Mithilfe der THW errichtet und war rechtzei­tig zum Festkommers anlässlich der 80 Jahrfeier am 02.07.99 fertiggestellt.
Insgesamt ist mit dem Clubheim, Sportplatz, Grünanlage, Pavillon und Kinderspielplatz in einem Zeitraum von 10 Jahren eine wunderschöne Anlage entstanden, die zurecht den Namen ,,RUHBACHTALSTADION" verdient.

Feste feiern mit dem Sportverein Schnappach
Neben dem Fußballspielen ist das Feiern von Festen ein wichtiger Bestandteil des Vereins. Seit 1966 besteht die AH-Abteilung ununterbrochen und hat neben herausragenden sportlichen Erfolgen traditionelle Feste eingeführt.
Neben zahlreichen Sportfesten hat sich vor allem seit dem August 1999 als Idee von Peter Balzer das „Ruhbachtalfest“ als Ersatz für eine fehlende Kirmes mit musikalischem Umzug vom „Lindenbaum bis zum Sportplatz“ als zwischenzeitliche „Kultveranstaltung“ etabliert.

Bildung einer Spielgemeinschaft mit Eintracht Altenwald
Seit Anfang der 90-ziger Jahre kämpfen alle Vereine einerseits mit starken Geburtenrückgängen sowie einem reduziertem Interesse am Fußball und andererseits hat ein Wertewandel die Gesellschaft erfasst, die auch nicht spurenlos an der Weiterentwicklung des SV Schnappach vorbeigegangen ist. Das ohnehin kleine Dorf Schnappach konnte zunächst keine A bis C Jugend-mannschaften mehr alleine melden; eine sehr erfolgreiche „Spielgemeinschaft“ - zunächst im Bereich der Jugend - wurde daher mit Eintracht Altenwald gebildet.
Höhepunkt war dabei eine Meisterschaft der gemeinsamen B-Jugend in der Kreisliga Süd im Juni 1999. Allerdings besteht im Jahr 2003 trotz Spielgemeinschaft weiterhin keine A bis C-Jugend, allerdings u.a. eine sehr spielstarke D-Jugend.
Im Spätsommer 2001 beschlossen die beiden geschäftsführenden Vorstände des SV Schnappach und der Eintracht Altenwald, diese Spielgemeinschaft auch für den Aktivenbereich zu bilden. In den am 08.03.2002 parallel in beiden Vereinen durchgeführten Generalversammlungen beschlossen die Mitglieder mit großer Mehrheit diese „ SG Altenwald/Schnappach “ ab der Saison 2002/2003 für einen Zeitraum von zunächst 5 Jahren zu vereinbaren.

Der Vorstand dieser „SG“ setzt sich jeweils aus 4 Vorstandsmitgliedern beider Vereine zusammen, wobei der Vorsitz - ähnlich wie die Hauptspielstätte der ersten Mannschaft - jährlich zwischen beiden Vereinen wechselt.

Ende der sportlichen Ära Staub/Maurer = Ende des Abenteuers Landesliga ??
Geprägt durch eine ungeheure starke Kameradschaft aus der Jugend, bildeten „ die Staub`s und Maurer`s“ mehr zwei Jahrzehnte lang einen sportlichen und ideellen Kern der überaus erfolgreichen 1.Mannschaft als Spieler wie auch über eine längere Zeit als Trainer bis zum heutigen Tag.

Bereits seit der Meisterschaft in der Kreisliga A Halberg in der Saison 1985/86 bis in das Jahr 2003/2004 hin prägten sie vor allem auch das Bild in der erfolgreichsten sportlichen Phase der Vereinsgeschichte mit bis zu 13 Jahren Zugehörigkeit zur Landesliga Südwest, der zweithöchsten Spielklasse im Saarland.
Während in der Saison 97/98 sogar eine Herbstmeisterschaft gefeiert werden konnte, kämpft man seit der Saison 99/00 gegen den Abstieg.
Unvergessen dabei das gewonnene Entscheidungsspiel um den Abstieg an Pfingsten 2002 gegen Wahlen in Hülzweiler.

Sportlicher Wideraufstieg im Jahre 2005/2006 nach dem Zwangsabstieg
……. Plötzlich war sie nämlich wieder da, die ungeheure Kraft dieses kleinen Ortsteils. Sportlich mit dem Rücken zur Wand, gestartet mit 7 Minuspunkten in der untersten Klasse, begann eine einzigartige Saison im Sommer 2005, die am Ende den Aufstieg in die Kreisliga A Halberg mit eigentlich 84 von 90 möglichen Punkten bedeutete; trotz Abzug von 7 Punkten hatte die Mannschaft eine ungeheure Moral entwickelt und wurde mit 7 (14) Punkte Vorsprung souveräner Meister in der Kreisliga B Neunkirchen.

Auch in der Saison 2008/2009 konnte die Mannschaft überzeugen, schaffte sie letztendlich mit dem 7. Platz die Qualifikation zur Bezirksliga, die durch die Neuordnung der Fußballklassen ermöglicht wurde.

Renovierung Clubheim und Umbau Tennenplatz zum Naturrasen mit Trainings-und Bolzplatz
Weitere bauliche Aktivitäten prägten die letzten Jahre dieses Jahrzehntes.

Im Winter 2006 wurde das gesamte Clubheim mit Umkleidetrakt komplett in Eigenleistung renoviert mit Unterstützung vieler Mitglieder und Freunde des Vereins.

Mitte/Ende der 90-ziger Jahre begann eine Welle neuer Sportplatzbauten im Umfeld von Schnappach als Natur-und vor allem als Kunstrasenkonzepte.
Auf Grund der allgemeinen Entwicklung im gesamten Sulzbachtal wurde daher jahrelang in Schnappach auch über eine zeitgemäße Sportplatzanlage diskutiert, wobei natürlich der erst im Jahre 1997 erneuerte Tennenplatz die Neuinvestition in so kurzer Zeitspanne danach zunächst öffentlich erschwerte. Letztendlich jedoch beschloss die Generalversammlung am 03.11.2008, die geplante Maßnahme im Jahre 2009 trotzdem durchzuführen und bis zur 90 Jahrfeier zu vollenden.

Mit dem Bau eines Naturrasenplatzes suchte man jedoch eine wesentlich preiswertere Lösung als an den meisten anderen Standorten. Die Neubaukosten für einen Kunstrasenplatz waren einerseits nicht tragbar und andererseits hätten erforderliche Zukunftsinvestitionen hierzu ebenfalls den Kostenrahmen weit gesprengt.
Auch erfordert dies nicht der zu erwartende Spielbetrieb im Zusammenhang mit dem geplanten, hochwertigen Unterbau des Naturrasens sowie des Trainingsplatzes.

Auf Grund der vorhandenen Struktur sowie der begrenzten Fläche zwischen dem vorhandenem Verkaufspavillon und der östlichen Begrenzung entstand auch aus Kostengründen heraus ein Naturrasen mit einer Spielfeldgröße 90 m x 60 m sowie ein Kleinspielfeld mit einer Größe von ca. 35 m x 55 m als Trainings- und gleichzeitig offener Bolzplatz für alle Jugendliche in Schnappach entstehen.

Der südliche Bereich der jetzt noch vorhandenen Tennenfläche soll zur Schonung der Rasenfläche als eine Lauf- und Sprinttrainingsfläche genutzt werden.

Die vorhandene Beregnungsanlage musste komplett erneuert und angepasst werden.

Im Vorfeld des Neubaus des Naturrasens wurde bereits im Jahre 2006 ein Regenwassertank mit einem Volumen von 60.000 Litern unterirdisch eingebaut und in das System integriert dank der Unterstützung aus öffentlichen Landesmitteln und den Stadtwerken Sulzbach. Hans-Werner Zimmer und Bernd Rose engagierten sich persönlich in dieser Angelegenheit sehr, ebenso wie beim Bau des Naturrasenplatzes.

Die Drainage, die im Jahre 1997 komplett erneuert wurde, musste nur geringfügig angepasst werden.

Zur Qualitätsverbesserung des Untergrundes wurde eine spezielle Lava-Rasen-Drainschicht eingebaut , die zwar ca. 30.000 Euro Mehrkosten verursachte, jedoch hatten sich die Vereinsverantwortlichen des SV Schnappach bei anderen Vereinen über die erheblich bessere Nutzung der Rasenflächen hierzu ausreichend informiert.

Die Ausführung erfolgte daher auch durch eine spezielle Fachfirma. Die neue Zaunanlage sowie das komplette Wegenetz um den Pavillon wurde wiederum in Eigenleistung mit starkem Engagement der Fa. Heller Baugesellschaft durchgeführt.

Die Arbeiten wurden im Zeitraum März bis Juni 2009 durchgeführt. Da in Zukunft auch die gesamte Pflege in Eigenleistung des Vereins ausgeführt wird, wurde noch ein sehr leistungsfähiger Rasentraktor durch den Verein angeschafft.

Die Gesamtkosten betrugen ca. 220.000 Euro, wovon die Stadt Sulzbach dankenswerter Weise insgesamt effektiv 70.000 Euro teils direkt, teils in einem Zeitrahmen von 10 Jahren trotz schwieriger Haushaltslage zur Verfügung stellte oder noch stellen wird. Ca. 36.000 Euro Zuschüsse der Sportplanungskommission werden noch in naher Zukunft erwartet. Ein Restteil wurde langfristig durch den Verein finanziert.

Förderverein Naturrasenplatz
Mehr als 170 Einzelpersonen oder Firmen hatten im Zeitraum von September 2006 bis heute weit mehr als 60.000 Euro gespendet, damit der Traum vom Naturrasen in Schnappach wahr werden konnte.
Rüdiger Altmeier, der unermüdlich für diese Idee Klinken putzte, konnte im Sommer 2006 bereits nach wenigen Wochen den Verkauf aller „Parzellen“ melden.
Auch dies ein Ereignis, was wohl nur in Schnappach möglich ist.

Klaus Hubig,
1.Vorsitzender Sportverein Schnappach e.V.
Im Juni 2009